Vorstellung: Berliner Modell zur Eltern-Kind Beratung nach häuslicher Gewalt
Im Rahmen des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November organisierte Aldona Niemczyk einer Fachveranstaltung zum Berliner Modell zur Eltern-Kind-Beratung nach häuslicher Gewalt. Im Mittelpunkt stand der Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt sowie die Frage, wie Hilfesysteme noch wirksamer, schneller und verlässlicher gestaltet werden können.
Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Justiz, Jugendhilfe, Beratung und Verwaltung diskutierte sie über bestehende Herausforderungen und notwendige Reformen. Dabei wurde deutlich: Wirksamer Schutz braucht klare Verfahren, eindeutig geregelte Zuständigkeiten und eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen. Nur wenn Informationen reibungslos fließen und Verantwortlichkeiten klar definiert sind, können Betroffene frühzeitig unterstützt und langfristig stabilisiert werden.
Aldona Niemczyk betonte, dass häusliche Gewalt kein privates Problem ist, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Politik, Behörden und Zivilgesellschaft tragen gemeinsam Verantwortung, Schutzräume zu sichern, Täter konsequent zur Verantwortung zu ziehen und Betroffenen echte Perspektiven zu eröffnen. Prävention, Aufklärung und verlässliche Hilfsangebote müssen dabei Hand in Hand gehen.
Besonderer Dank galt Najwa Ouss, Projektleiterin beim Sozialdienst katholische Frauen, Senatorin Felor Badenberg, dem Fraktionsvorsitzenden Dirk Stettner sowie Henrike Hopf, Richterin im Kreuzberger Gericht, für ihre fachlichen Impulse und ihre klare Haltung. Ihre Beiträge machten deutlich, wie wichtig Erfahrung, Praxisnähe und politischer Wille für wirksamen Opferschutz sind.
Für Aldona Niemczyk ist klar: Gerade am 25. November darf es nicht bei Symbolen und Appellen bleiben. Der Schutz von Frauen und Kindern muss dauerhaft Priorität haben – in Gesetzgebung, Finanzierung und Verwaltungspraxis. Politik darf hier nicht zögern, sondern muss entschlossen handeln.
Sie setzt sich deshalb dafür ein, das Berliner Modell weiter zu stärken, bestehende Lücken zu schließen und Betroffenen ein verlässliches Netz aus Schutz, Beratung und Unterstützung zu bieten. Denn eine sichere Stadt misst sich auch daran, wie konsequent sie die Schwächsten schützt.