Mehr Sicherheit für Berlin
Wie kann Berlin sicherer werden – und was bedeutet das konkret für die Menschen vor Ort? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Bürgerdialogs, zu dem die Abgeordnete Aldona Niemczyk eingeladen hatte. Ziel der Veranstaltung war es, sicherheitspolitische Themen nicht abstrakt zu diskutieren, sondern aus der Perspektive des Alltags der Bürgerinnen und Bürger zu betrachten.
Zu Gast war Burkard Dregger, Sprecher für Inneres der CDU-Fraktion, der das neue Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG 2) vorstellte und erläuterte. Er machte deutlich, dass das Gesetz darauf abzielt, die Arbeit der Polizei rechtssicherer, moderner und wirkungsvoller zu gestalten. Dazu gehören klarere Befugnisse, erweiterte Einsatzmöglichkeiten und ein stärkerer Fokus auf Prävention.
Ergänzt wurde die politische Perspektive durch Udo Martens, pensionierter Kriminalhauptkommissar des Landeskriminalamts und Autor. Er schilderte eindrücklich Erfahrungen aus der Praxis und machte insbesondere auf die Herausforderungen bei der Sicherheit von Frauen aufmerksam. Seine Berichte zeigten, wie wichtig eine enge Verzahnung von Polizei, Justiz und Hilfsangeboten ist.
In der Diskussion wurde deutlich: Sicherheit ist kein abstraktes Politikfeld, sondern betrifft den Alltag vieler Menschen unmittelbar – auf dem Heimweg, im öffentlichen Raum, im eigenen Wohnumfeld. Mit dem neuen ASOG 2 sollen nicht nur Straftaten besser verfolgt, sondern auch häusliche und geschlechtsbezogene Gewalt konsequenter bekämpft werden. Der Schutz von Opfern und die schnelle Intervention bei Gefährdungslagen stehen dabei im Mittelpunkt.
Die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten den Abend für Fragen, persönliche Berichte und einen offenen Austausch. Gerade bei sensiblen Themen wie Gewaltprävention, Polizeipräsenz und öffentlicher Sicherheit zeigte sich, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Politik, Fachleuten und Bürgerschaft ist. Nur so lassen sich Vertrauen stärken und tragfähige Lösungen entwickeln.
Aldona Niemczyk betonte in ihrem Fazit, dass Sicherheit und Freiheit untrennbar zusammengehören: „Nur wer sich geschützt fühlt, kann selbstbestimmt leben.“
Für sie ist klar: Eine verantwortungsvolle Sicherheitspolitik braucht klare Regeln, starke Institutionen und den Mut, Probleme offen anzusprechen – immer mit dem Ziel, Berlin für alle Menschen sicherer und lebenswerter zu machen.