Besuch bei „Evas Haltestelle“

Beim Besuch der Evas Haltestelle wurde deutlich, wie herausfordernd die Lebenssituation für obdach- und wohnungslose Frauen in Berlin ist. Gemeinsam mit der Leitung der Einrichtung und betroffenen Frauen sprach Aldona Niemczyk über Wohnungslosigkeit, Armut, gesundheitliche Belastungen und den Schutz besonders verletzlicher Gruppen.

In den Gesprächen wurde klar, dass viele Frauen nicht nur mit fehlendem Wohnraum kämpfen, sondern auch mit Gewalt, Isolation und fehlender sozialer Absicherung. Gerade für sie sind geschützte Rückzugsorte wie Evas Haltestelle oft die letzte stabile Anlaufstelle. Aldona Niemczyk betonte, dass diese Realität politisches Handeln erfordert – nicht punktuell, sondern dauerhaft und strukturell.

Sie machte deutlich: Wer Verantwortung in der Politik trägt, darf hier nicht wegsehen. Es braucht langfristige Strategien gegen Wohnungslosigkeit, verlässliche Finanzierungen für soziale Einrichtungen und klar geregelte Zuständigkeiten zwischen Land, Bezirken und Trägern. Symbolpolitik und kurzfristige Programme reichen nicht aus, um nachhaltige Perspektiven zu schaffen.

Gleichzeitig würdigte sie den täglichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen, die mit großem persönlichen Engagement dort helfen, wo staatliche Strukturen oft zu langsam oder überlastet sind. Mit Beratung, medizinischer Unterstützung, Gesprächen und konkreter Hilfe leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag für die Stadtgesellschaft.

Für Aldona Niemczyk ist dieser Einsatz Ausdruck gelebter Solidarität – und zugleich ein Auftrag an die Politik. Soziale Verantwortung, Ordnung und Menschenwürde gehören für sie untrennbar zusammen. Eine funktionierende Stadt misst sich auch daran, wie sie mit den Schwächsten umgeht.

Der Besuch bei Evas Haltestelle bestärkte sie in ihrem Ziel, sich weiterhin für verbindliche Hilfestrukturen, klare Zuständigkeiten und eine Sozialpolitik einzusetzen, die nicht verwaltet, sondern wirklich hilft – für mehr Zusammenhalt und mehr Menschlichkeit in Berlin.

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