Volksbegehren „Berlin autofrei“: Weniger Freiheit, aber auch weniger Autos?

Noch kein Wahlkampf: Jetzt müssen wir Noch kein Wahlkampf: Jetzt müssen wir "Berlin autofrei" verhindern.

Wir sagen: Das Auto gehört zu Charlottenburg!

Die Diskussion um ein mögliches Autoverbot in der Berliner Innenstadt bewegt viele Menschen

Die Diskussion um ein mögliches Autoverbot in der Berliner Innenstadt bewegt viele Menschen, auch in Charlottenburg. Die Initiative „Berlin autofrei“ möchte den privaten Autoverkehr innerhalb des S-Bahn-Rings stark einschränken. Für viele klingt das zunächst nach mehr Ruhe, sauberer Luft und weniger Stau. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass ein solches Vorhaben auch Nachteile für den Alltag vieler Berlinerinnen und Berliner hätte.

Mobilität ist mehr als nur Fortbewegung. Sie bedeutet Freiheit, Flexibilität und Teilhabe. Menschen haben unterschiedliche Lebensrealitäten, und darauf muss eine funktionierende Stadt Rücksicht nehmen. Während einige ihren Alltag gut mit Bus, Bahn oder Fahrrad organisieren können, sind andere auf das Auto angewiesen, sei es aus beruflichen Gründen, wegen familiärer Verpflichtungen oder weil sie mobil eingeschränkt sind.

Gerade in einem Bezirk wie Charlottenburg, in dem Wohnen, Arbeiten und Einkaufen eng verbunden sind, spielt das Auto für viele eine wichtige Rolle. Handwerksbetriebe, Lieferdienste und Selbstständige sind darauf angewiesen, ihre Ziele zuverlässig zu erreichen. Auch für Familien, die Kinder betreuen oder Angehörige unterstützen, ist das Auto oft unverzichtbar.

Vor allem Frauen leisten in unserer Gesellschaft einen großen Teil der Care-Arbeit. Sie bringen Kinder zur Schule, kümmern sich um Angehörige und organisieren den Alltag. Dafür sind sie häufig auf flexible und verlässliche Mobilität angewiesen, die ein Auto oft erst ermöglicht.

Ein weitgehendes Verbot würde außerdem neue Probleme schaffen. Verkehr würde nicht einfach verschwinden, sondern sich verlagern, vor allem in die Außenbezirke. Dort drohen mehr Staus, mehr Belastung und neue Konflikte. Gleichzeitig würde die Kontrolle eines solchen Verbots erheblichen bürokratischen Aufwand bedeuten.

In diesem Zusammenhang hat ihre Abgeordnete Aldona Niemczyk im Wahlkreis City-Kurfürstendamm gemeinsam mit Unterstützern Plakate angebracht, um für mehr Mobilität für alle zu sensibilisieren. Die Botschaft ist klar: „Das Auto gehört zu Charlottenburg! Ja zur Freiheit! Ich nutze ÖPNV, Fahrrad und Auto.“ Diese Haltung bringt auf den Punkt, worum es vielen geht, nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Miteinander verschiedener Verkehrsmittel.

Eine moderne Verkehrspolitik sollte daher nicht auf Verbote setzen, sondern auf kluge Lösungen. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, sichere Radwege und bessere Verkehrslenkung können dazu beitragen, die Stadt lebenswerter zu machen, ohne Menschen einzuschränken. Wahlfreiheit statt Zwang ist der Schlüssel für eine Stadt, die für alle funktioniert.

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