Neujahrsempfang mit Martina Klement

Sts. M. Klement mit MdA A. NiemczykSts. M. Klement mit MdA A. Niemczyk

Beim Neujahrsempfang mit Staatssekretärin Martina Klement stand die Zukunft der Berliner Verwaltung im Mittelpunkt. In intensiven Gesprächen ging es um die dringend notwendige Verwaltungsreform, mehr Effizienz und eine stärkere Ausrichtung an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger.

Staatssekräterin Klement betonte, dass mit der Reform erstmals ein klarer Zuständigkeitskatalog geschaffen wurde, der verbindlich festlegt, wer in der Verwaltung wofür verantwortlich ist. Damit soll verhindert werden, dass Bezirke und Senatsverwaltungen parallel arbeiten oder unterschiedliche Lösungen entwickeln. Ziel ist es, Instrumente und Verfahren berlinweit zu vereinheitlichen, statt weiterhin einen Flickenteppich aus Einzelregelungen zuzulassen.

Gleichzeitig machte sie deutlich: Die Bezirke müssen gestärkt werden, denn sie leisten den größten Teil der praktischen Verwaltungsarbeit. Wer bürgernahe Verwaltung will, muss die Menschen vor Ort personell und organisatorisch besser ausstatten.

Ein zentrales Thema waren die Bürgerämter. Die Reform setzt hier auf mehr Termine, zusätzliche Standorte, mobile Angebote und die Möglichkeit, dringende Anliegen auch ohne Termin zu klären. Gerade für ältere Menschen, Familien und Berufstätige ist dies ein entscheidender Schritt zu mehr Service und Verlässlichkeit.

Auch die Digitalisierung wurde offen diskutiert. Sts. Martina Klement sprach an, dass viele Online-Angebote bislang zu wenig genutzt werden, weil sie kompliziert oder unübersichtlich sind. Künftig sollen einfache Sprache, nutzerfreundliche Oberflächen und ein eigener KI-Chatbot für mehr Orientierung sorgen. Gleichzeitig gewinnt digitale Souveränität zunehmend an Bedeutung. Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern müssen reduziert werden, weshalb verstärkt auf Open-Source-Lösungen gesetzt werden soll.

Besondere Aufmerksamkeit galt auch innovativen Ansätzen wie mobilen Ämtern mit Hausbesuchen sowie Projekten wie das Silbernetz und die digitale Zebra, die älteren Menschen den Zugang zu digitalen Angeboten erleichtern.

Ein weiterer Schwerpunkt war der notwendige Kulturwandel in der Verwaltung. Die Berliner Verwaltung begrüßte ausdrücklich den selbstkritischen Umgang mit bestehenden Problemen. Regelmäßige Sitzungen mit Referentinnen und Referenten anderer Senatsverwaltungen, bessere Abstimmung und der Abbau überflüssiger Regulierungen sollen Prozesse beschleunigen und Entscheidungen transparenter machen.

Für Aldona Niemczyk ist klar: Eine moderne Verwaltung braucht nicht nur Technik, sondern Haltung. Offenheit, Verantwortungsbewusstsein und der Wille zur Verbesserung sind entscheidend. Ziel bleibt ein Berlin, das verlässlich arbeitet, verständlich kommuniziert und den Menschen dient – im Alltag, nicht nur auf dem Papier.

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